Wallenbrück, luth.Kirche

 
Wallenbrück

St.Marien, luth.

Vor 1650 Unbekannter Orgelbauer, II/20


Die Chronik der Orgel siehe unten.

I. Hauptwerk II. Positiv Pedal
Principal
Metallgedackt
Gamba
Oktave
Koppelflöte
Oktave
Sesquialtera 2f
Mixtur 4f
Trompete
8
8
8
4
4
2
 
1 1/3
8
 
a
 
c
b
 
b
Holzgedackt
Prinzipal
Waldflöte
Nasat
Zimbel 2-3f
Krummhorn

Tremulant
8
4
2
1 1/3
1/2
8
Subbaß
Holzprinzipal
Rohrpfeife
Rauschpfeife 3f
Fagott
16
8
4

16
 
 
 
d
9 6 5
a = vor 1650
b = vor 1650 oder Reinking 1659
c = Klaßmeier 1892
d = mit teilweise Material aus ehem. Cornett 3f  vor 1650 oder 1659
 

Erbaut vor 1650

1650
kam es zu einem Brand im Kirchturm, bei dem offenbar auch die Orgel beschädigt wurde.


1659 Reparatur, wahrscheinlich durch Hans Henrich Reinking, Bielefeld
Die Orgel hatte 1 Manual mit 9 Registern und vermutlich ein angehängtes Pedal. Die Disposition konnte rekonstruiert werden.

1715 Erweiterung um ein 2.Manual als Unter- oder Brustwerk mit 6 Registern durch Christian Vater, Hannover.

1840 Umbau und Reparatur durch Wilhelm Kummer, Minden
Statt Zimbel 2 Chor im Hauptwerk Flauto Amabile 4.


1852 Umbau der Empore, um mehr Platz zu schaffen.
Dabei wurde das Gehäuse nach vorn gezogen und in die Emporenbrüstung integriert.
Verlegung des Spieltisches an die Seite.


1892 Umbau durch Ernst Klaßmeier, Kirchheide
Die Manualladen wurden als Schleifladen (!) neugebaut. Das Pedal bekam eine Kegellade.
Die Orgel hatte jetzt 19 Stimmen und ein eigenes Pedal.
Waren bis hierhin immer alte Register wiederverwendet worden, so gingen bei diesem Umbau diejenigen von Vater aus dem 2.Manual verloren.


1974 farbliche Neubehandlung des Gehäuses und der Empore durch August Tombusch, Ascheberg
Neurrichtung des Haupt-Gehäuses und Aufstellung eines neuen Pedalgehäuse dahinter.


1976 Neubau des Werks durch Steinmann, Vlotho, unter Verwendung alter Register

1991 Neuintonation nach den Erkenntnissen des historischen Orgelbaus durch die Firma Steinmann. Die neobarocke Schärfe wurde dadurch entfernt.

1991 Aufnahme in die Denkmalliste der Stadt Spenge
 
2010 Bleifraß an Pfeifen festgestellt
Es hat sich inzwischen ein Orgel-Ausschuss gebildet, der die notwendigen Arbeiten fördern und begleiten wird. Im Januar 2011 waren aus dem Anlass Fachleute zu einem Symposium erschienen. Es werden Angebote für die Schadensbeseitigung und eine mögliche Gesamt-Sanierung erwartet.

Stand 2016:
Die Werk wurde ausgebaut. Im Nordschiff wurde eine neue Orgel durch Reinalt Klein, Lübeck errichtet, mit neuem Gehäuse und ergänzten Registern.
Die alte Orgel wird restauriert und soll Springladen erhalten.
Beide Orgeln werden dann hier ausführlich dargestellt.